Mennonitenfriedhof  ab 1873

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Hist. Grabplatten ab1678


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Visser

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Simons

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Wiebe

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Janssen

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Münster

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1862

van Dieck

27

1681

de Voss

28

1678

Goverts

29

1754

de Vlieger

30

1832

Kramer

31

1817

Hoeckstra, Vlaar

32

1720

Roosen Coords

33

1681

Sievers

34

1678

Pender, Kock

35

1829

v/d Smissen

36

1846

v/d Smissen

37

1862

Beets

38

1839

v/d Smissen

39

1869

Schots

40

1878

Goverts

41

19

Münster

1811

18

Tiessen

1855

17

Berens

1696

16

de Jager

1749

15

Roosen Sohn

1823

14

Roosen

1840

13

Roosen Stelen

1678

12

v/d Smissen

1730

11

de Voss

1757

10

Ney

1835

9

Koopman

1796

8

Willink, Elking

1747

7

Willink

1809

6

Becker

1761

5

Cremer

1854

4

de Voss

1823

3

Münster

1753

2

Rahusen

1761

1

Linnich

1757

Der Historische Mennonitenfriedhof in Hamburg

Grab Nr. 14


Berend II Roosen


* Altona, 30.7.1744, † ebd. 3.4.1827


∞ 18.3.1781 Maria Kramer * …., † Altona 5.5.1821




Grabplatte

Geschichte

Wappen

Ahnentafel

Die Reiherstiegwerft -  Ein mennonitisches Schiffbauunternehmen

Im Jahre 1706 gründete der Hamburger Mennonit Lucas Kramer (1660-1719) am Reiherstiegdeich 55 eine Schiffbauerei. In schneller Folge wurden 12 Schiffe für den Walfang erbaut, die 43 Fangfahrten unternahmen. Nach Lucas' Tode 1719 führte seine Witwe Sara Kramer den Werftbetrieb und die Reederei unter der Firma „Lucas Kramer Wwe." fort.

1736 trat ihr Schwiegersohn Berend I Roosen (1705-1788) als Teilhaber in das Unternehmen ein, das fortan als „Kramer Wwe. & Berend Roosen" firmierte, nach dem Tode der Kauffrau ab 1758 hieß es nur noch „Berend Roosen". Denn anders als die übrigen Hamburger Reeder seiner Zeit stützte er sich nicht auf die Beteiligungen von Miteignern (Partenreedern): Er war Alleininhaber seiner Handelsflotte, Reederei, Werft und Tranbrennerei. Berend I Roosen war damit einer der größten Hamburger Reeder des 18. Jahrhunderts. Sein Schiffseigentum belief sich 1765 auf 13 Seeschiffe und stieg bis 1778 auf 21 Fahrzeuge an. Seine 1775 gebaute „DE HERMAN" (300 Last) und die „VERANDERING" (350 Last, Stapellauf 1778) waren die größten Hamburger Schiffe des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Eine vergleichbare Flotte hatte nur sein jüngerer Bruder Salomon Roosen (1717-1795,1768 Diakon der Mennonitengemeinde). Nach Berend I Roosens Tod wurde die Werft unter „Berend Roosen Erben" weitergeführt. Die treibende Kraft war Berends Enkel Lucas de Voss (1726-1800). Der Schiffsbestand stieg bis 1798 auf 25 Schiffe mit 3.650 Last an, doch kam es nach dem Tode von Lucas de Voss zu Erbquerelen. Schließlich verkaufte Hermann V Roosen am 22. Juni 1849 das Unternehmen an Johann Cesar Godeffroy & Sohn.


Pastor Berend Carl Roosen

Berend Carl Roosen diente der Gemeinde mit am längsten. Er war zudem auch ein profilierter Historiker. In den Jahren 1886/1887 verfasste er die Gemeindechronik „Geschichte der Mennoniten-Gemeinde zu Hamburg und Altona", nachdem er schon früher Studien in der Zeitschrift für Hamburgische Geschichte veröffentlicht hatte. Er schrieb Bücher und Aufsätze über Menno Simons, Gerrit Roosen und die Geschichte seiner Familie (1905 posthum veröffentlicht). B. C. Roosen wurde 1820 als Kind einer wohlhabenden mennonitischen Familie geboren. Er studierte an den landeskirchlichen, protestantischen Universitäten in Kiel, Berlin und Heidelberg, behielt aber seine mennonitische Bindung. 1844 wurde er mit 24 Jahren „adjunctus" (Hilfsgeistlicher) seiner Gemeinde. Nach dem Tode seines Onkels Isaac Goos wurde er nicht einmal ein Jahr später als Pastor angestellt. Er unterschrieb bei seiner Amtseinführung das Bekenntnis des Cornelis Ris, Geloofsleere Der Waare Mennoniten of Doopsgezinde, das nach 1803 zum offiziellen Glaubensbekenntnis der Mennonitengemeinde bestimmt worden war. Während seiner Amtszeit verfolgte er das Ziel, bei seinen Gemeindemitgliedern den Stolz auf die mennonitische Tradition zu wecken.

Zu seinem 80. Geburtstag wurde 1900 die „Pastor Berend Carl Roosen" Stiftung der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona" gegründet, deren Zweck darin bestand, andere Mennonitengemeinden wie z. B. Friedelsheim, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Neuwied, Regensburg und Uffhofen finanziell zu unterstützen. Er versuchte so, die Einheit und den Zusammenhalt unter den Mennoniten zu stärken. Außerdem wirkte Roosen in Hamburg im überkonfessionellen Sinne. Er war aktives Mitglied des Hamburger Vereins für Innere Mission, den Johann Hinrich Wichern 1848 mit einer großen Zahl christlicher Persönlichkeiten Hamburgs als Gesellschaft tätiger Nächstenliebe mitbegründet hatte. 1860 wurde Roosen Mitglied des Vereinsausschusses und 1862 Redakteur der Vereinszeitschrift Der Nachbar.

Elbchaussee 388, Sommersitz von

Berend Roosen II, erbaut 1798

Zur Goldenen Hochzeit von Berend Otto Roosen

und Ida Johanna Charlotte geb. Timm

Reiherstiegwerft (1706 - 1849)

Die VROUW MARIA ELISABET im Nordmeereis. Zeichnung des Schiffskochs.