Die 41 denkmalgeschützten Grabplatten von 1678 - 1873

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Am 16.10.2016 wurde das Gesamtprojekt eingeweiht


www.historischer-mennonitenfriedhof.de

Becker

6




Beets

38




Berens

17




Cremer

5




de Jager

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de Vlieger

30




de Voss

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11

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Goverts

21

29

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Hoeckstra

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Janssen

25




Koopman

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Kramer

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Linnich

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Münster

3

19

26


Ney

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Pender

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Rahusen

2




Roosen

13

14

15

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Schots

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Sievers

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Simons

23




Tiessen

18




van Dieck

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v/d Smissen

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van Laer

20




Visser

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Vlaar

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Wiebe

24




Willink

7

8



1680

van Laer

20

1696

Goverts

21

1789

Visser

22

1681

Simons

23

1825

Wiebe

24

1834

Janssen

25

1853

Münster

26

1862

van Dieck

27

1681

de Voss

28

1678

Goverts

29

1754

de Vlieger

30

1832

Kramer

31

1817

Hoeckstra, Vlaar

32

1720

Roosen Coords

33

1681

Sievers

34

1678

Pender, Kock

35

1829

v/d Smissen

36

1846

v/d Smissen

37

1862

Beets

38

1839

v/d Smissen

39

1869

Schots

40

1878

Goverts

41

19

Münster

1811

18

Tiessen

1855

17

Berens

1696

16

de Jager

1749

15

Roosen Sohn

1823

14

Roosen

1840

13

Roosen Stelen

1678

12

v/d Smissen

1730

11

de Voss

1757

10

Ney

1835

9

Koopman

1796

8

Willink, Elking

1747

7

Willink

1809

6

Becker

1761

5

Cremer

1854

4

de Voss

1823

3

Münster

1753

2

Rahusen

1761

1

Linnich

1757

Der Historische Mennonitenfriedhof in Hamburg


1575 wurden Täufer/Mennoniten als Glaubensflüchtlinge in Altona aktenkundig.

1678 wurde ein eigener Friedhof eröffnet, wichtig, da Mennoniten, die erst als Erwachsene getauft werden, auf anderen Friedhöfen selten akzeptiert wurden.

1873 wurde auf dem alten Friedhof eine letzte Bestattung vorgenommen.

1936 wurden die Grabplatten verlegt und bilden nun einen denkmalgeschützten Bereich inner­halb des aktuellen Friedhofs, auf dem jeder willkommen ist.

Das heutige Amüsierviertel an der Großen Freiheit wurde damals mit Kirche und Friedhof ihre neue geistige Heimat. Diese (Glaubens-)Freiheit gab der Straße ihren Namen, war gleichzeitig Programm und beflügelte die neuen Bürger zu außergewöhnlichen Leistungen: Namhafte Reeder, die größte Handelsflotte, die Reiherstiegwerft, Kaufleute, spezielles Handwerk wie Schiffszwieback oder Samtplüsch, Merchant Banking oder Bier aus klarem Brunnenwasser wie auch Altonas Prachtstraße Palmaille stehen dafür.


Bescheidenheit und gesellschaftliches Engagement waren bezeichnend: Wie z. B. Gründungsmitglieder in der Patriotischen Gesellschaft von 1765 zu sein sowie Gesprächszirkel mit namhaften Denkern der Zeit zu organisieren. Es sollte nicht nur diskutiert werden, sondern fortschrittliche Ideen wurden zum Wohle der Gesellschaft umgesetzt werden. Devise war und ist: Das erwirtschaftete Geld soll auch der Gemeinschaft dienen.


Die alten Grabplatten sind das mächtige Symbol zu einer Reise in die Blütezeit Altonas. Das mutige und spannende Leben der Flüchtlinge von damals, die Bildung und Fachwissen mitbrachten, erzählt von Reisen, abenteuerlichen Seefahrten, warum  Wappen eine andere Bedeutung haben können, auf dem langen Weg, wirklich heimisch zu werden. Es ist die Geschichte von Mennoniten, deren Mitglieder durch das einfache Wort stark wurden, sich immer wieder mutig neuen Gegebenheiten stellten.


Die großen Grabplatten -die älteste von 1678- deckten tiefe Gruften ab, in denen Generationen einer Familie ihre letzte Ruhe fanden. Sie zeigen damit eine typische Familienkirche, in der die Essenz des Gelebten den Erben unaufdringlich als Option, als Halt zur Verfügung gestellt wird.


Projektidee: Dr. h.c. Annelie Kümpers-Greve

Der alte Friedhof in der Großen Roosenstraße in drei Ansichten. Die Lage an der Straße und die Propor-tionen des Putz- und Back-steinbaus sind gleich, sonst überwiegen die Unter-schiede. Vermutlich ist die Kapelle rechts ein Nachfol-gebau.


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